Bericht des Einsatzstellenleiters
Im Jahr 2006 hatte die Einsatzstelle einiges an Arbeit zu bewältigen. Schon mitten im Winter kam der erste größere Auftrag auf uns zu. Wir sollten einer Vermesserfirma helfen, die Innsohle von Imst bis Haiming zu vermessen. Das ging über mehrere Wochen und die Einsatzstelle Landeck alleine hätten nicht genug Leute gehabt, daher arbeiteten wir mit der Einsatzstelle Ibk II eng zusammen.
Ein Problem für unsere Einsatzstelle Landeck wird 2007 schlagend. Unser Einsatzfahrzeug wird seinen Dienst quittieren. Die Rostschäden sind dermaßen groß, dass auch eine Reparatur nicht mehr rentabel ist. Daher wird 2007 ganz im Zeichen eines neuen Fahrzeuges stehen. Die Bemühungen sind im Laufen, ob es uns gelingt, steht aber noch in den Sternen.
Huber Wolfgang
Einsatzstellenleiter
Wintertraining
Das Jahr begann wie immer mit dem Wintertraining im Hallenbad Nassereith. Seit 1991 dürfen wir das Hallenbad benützen und können dort sämtliche Stillwasserausbildungen durchführen. Dafür möchten wir der Gemeinde Nassereith und den Bademeistern, die uns immer wieder unterstützen danken.
Vermessungsarbeiten am Inn
Die Vermessung der Innsohle wird alle 10 Jahre wiederholt. 2006 war es wieder soweit. Da der Inn aber an manchen Stellen auch im Winter zwei und mehr Meter tief ist, war an ein Vermessen ohne Hilfsmittel nicht zu denken. Unsere Aufgabe bestand darin, alle zwei bis dreihundert Meter eine Seilfähre aufzubauen, um einem Mann mit Vermessungsspiegel das Überqueren und Messen der Sohle zu ermöglichen. Teilweise gab es im Februar 06 extrem tiefe Temperaturen bis -18°, dadurch wurde das Handling mit Seilen, Rollen und Karabiner sehr schwierig.

- Die tiefen Temperaturen machten die Aufgabe extrem schwierig

Aufräumaktionen in Landeck und Zams
Wir haben uns auch heuer wieder bei den Aufräumaktionen der Gemeinden Landeck und Zams beteiligt. Wie immer wurde der Bereich beim Bahnhof und Krankenhausparkplatz von Unrat befreit.

- Es wurde sehr viel Unrat gefunden

Bergung einer Eisenstange in Imst
In Zusammenarbeit mit der Fa. STRABAG wurde eine ca. 300.cm lange Eisenstange aus dem Inn geborgen. Die Schwierigkeit bestand im Erreichen der Stange. Das war unsere Aufgabe. Nach dem Festmachen mit einem Schlauchband wurde die Stange - die zu 80 Prozent eingesandet war - mit einem Hiab herausgezogen.

- Für Wildwasser-Sportler wäre die Eisenstange gefährlich gewesen.

Vorführung in Landeck
Das Sportreferat der Stadtgemeinde Landeck organisierte einen Tag des Sports. Wir zeigten bei dieser Gelegenheit eine Vorführung mitten in der Stadt am Innparkplatz. Es wurde eine Bergebahn von einem Flussufer zum anderen gespannt. Eine Puppe spielte Opfer und musste geborgen werden. Die Vorführung war ein großer Erfolg und konnte unsere Leistungsfähigkeit zeigen.

- Die Vorführung war ein voller Erfolg

Training in Zams
Bei dieser Übung wurde das aktive Abseilen geübt. Übungs-Ort war die Zamer Fußgängerbrücke. Da dort das Wasser tief genug war, konnte die Übung gefahrlos abgehalten werden.

- Übung in Zams

Großübung in St. Anton
In St. Anton wurde eine Großübung mit mehr als 30 Verletzten durchgeführt. Die Annahme war, dass ein Autobus mit 30 Personen an Bord im Verwall verunglückt. Eine Person wird dabei von der Rosanna mitgerissen und abgetrieben. Die Übung wurde mit dem neuen digitalen Funksystem durchgeführt. Alle waren sich einig, dass die Qualität der Übertragungen hervorragend ist.
Die Suche nach der abgetriebenen Person wurde durch die Hundestaffel des Roten Kreuzes unterstützt. Nach ca. 15 Minuten hatte der Hund den Vermissten gefunden. Er lag an einer unzugänglichen Stelle, so dass wir die Bergeseilbahn benötigten. Nach weiteren 20 Minuten war die Bergung beendet. Die Zusammenarbeit aller Organisationen war hervorragen.

- Großübung in St. Anton

Nachtübung mit der Feuerwehr
Am 27.09.06 fand in St. Anton eine Übung mit der Feuerwehr statt. Es wurde ein Auto, mit dem Dach nach unten, in die Rosannaschlucht gelegt. Drei Personen befanden sich im Fahrzeug. Eine Person, Zlanabitnig Günther, spielte ein Opfer, das sich auf das Fahrzeug retten konnte. Drei weitere waren im Fahrzeug eingeklemmt und müssten mit der Bergeschere befreit werden. Die Mitglieder der Feuerwehr wussten nichts von der Übung. Es wurde das richtige Verhalten und die rechzeitige Alarmierung anderer Rettungskräfte getestet. Daher waren wir bei Übungsbeginn nicht in St. Anton anwesend, sondern warteten in St. Jakob auf die Alarmierung durch die Feuerwehr. Die hysterische Person auf dem Autodach haben wir geborgen. Eine weitere aus dem Fahrgastraum konnten wir auch bergen. Die zwei eingeklemmten Personen (Puppen) wurden mit dem Fahrzeug aus dem Wasser gehoben (das Anhängen erledigten ebenfalls wir) und mit der Bergeschere befreit.

- Übung mit der Feuerwehr St. Anton

Schlusswort:
Das ist nur ein kleiner Auszug von all den Aktionen die 2006 stattgefunden haben.
Absicherungen wie die Deutsche Kajak Meisterschaft, das Stadtfest in Landeck, Vorführung beim Tag des Sports in Landeck, kann ich aus Platzgründen hier nur kurz erwähnen.
Nebenbei wurden mehrere Notfalleinsätze gefahren mit Personen-, Boots- aber leider auch Totbergungen.
Mann kann sich vorstellen, dass all die Arbeit ohne aktive und idealistische Frauen und Männer nicht möglich wäre. Daher einen kräftigen Applaus meinerseits für alle Kameraden der Wasser-Rettung Landeck.
EINSATZSTELLENLEITER
Huber Wolfgang